Die Welt

Russland ist schuld und alles ist gut…..

11.03.2019

Natürlich ist die Regierung Maduro zu kritisieren. Die Zustände in Venezuela allein im Regierungsversagen zu suchen wird der Sache nicht gerecht. Das Land lebt in Abhängigkeit seiner Erdölvorräte. Dank hoher Ölpreise konnte die Volkswirtschaft finanziert werden. Die Regierenden incl. Chavez haben es veräumt mit den reichlich fließenden Einnahmen unabhängige wirtschftliche Strukturen aufzubauen. Man darf beim Beschreiben der venezolanischen Misere aber nicht den Einfluss der Amerikaner unterschlagen. Bei Allem was in Sachen Erdöl läuft sind die amerikanischen Firmen dabei. Halliburton z. B. kontrolliert die Exploration und Förderung. Chavez hat diese Leute einst aus dem Land geworfen was umgehend zu amerikanischen Sanktionen führte. Deshalb ist es zu einfach, wird den Tatsachen nicht gerecht und wirkt in der Kritik eher holzschnitzartig, wenn behauptet wird, ohne russische oder kubanische Unterstützung ginge es dem Land besser.

17.02.2019

Welch utopischer Gedanke

Die Münchener Sicherheitskonferenz ist zu Ende. Ich erlaube mir ein paar eigene Gedanken.

Die großen Medien unterscheiden sich nicht in der Berichterstattung.

Von Russland geht große Gefahr aus, von China ebenso. Der Trump ist bekloppt, aber Uncle Sam ist noch immer unser großes Vorbild und unser Beschützer. Deshalb dürfen wir zwar den Idioten an der Spitze des Landes beschimpfen, nicht aber das System des globalen Imperialismus der Konzerne und Banken, als das eigentliche Übel.

Die Zeiten in denen die USA die wirtschaftlich stärkste Nation der Welt ist, sie sind längst vorbei. Was ihre Stellung als Weltmacht stützt, ist ihre ungeheure militärische Macht und, das wird häufig vergessen, der Dollar als Weltleitwährung. Die militärische Stärke wird erkauft mit einer gigantischen Staatsverschuldung, die den USA aktuell nicht wirklich weh tut, weil ein großer Teil dieser Schulden durch die FED bereitgestellt wird. Ein zwar dem äußeren nach ein privates Institut aber dennoch eine staatliche Notenbank. In Zeiten des Fiat Geldes ist es also relativ einfach den Staat durch die eigene Notenpresse zu finanzieren. Schuldner und Gläubiger sind de facto identisch.

Nur funktioniert dieses Modell bei einem Schulden Volumen wie es die USA ausweist nur wenn es innerhalb der eigenen Währung abläuft. Wenn diese Währung dann noch Weltleitwährung ist, klappt das prima.

Man bedenke alle wirklich großen Geschäfte werden in Dollar abgewickelt. Da geschieht nichts ohne Wissen der USA. Doch das ist aber gleichzeitig der Fluch der USA. Wird nämlich diese Dollardominanz angegriffen, wackelt die gesamte Stabilität der USA. Wirtschaftlich und innenpolitisch. Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass die mächtigsten Banken der Welt ihren Sitz in den Staaten haben.

Die potentiellen Angreifer auf die Dollarpräsenz sind natürlich China und die EU, aber nur zusammen mit Russland.

Damit sind wir wieder bei der Sicherheitskonferenz. Hier werden zuvorderst neue Feindbilder erzeugt und alte gepflegt. Die EU mit D an der Spitze ist sich nicht zu blöde, den Medien bei der Kritik an Trump weitestgehend zu folgen, aber mit Beschlüssen und Entscheidungen genau dem Trumpschen Forderungen hinterher zu hecheln. ( z. B. NATO Aufrüstung, Nordstream). Warum man dass dann Sicherheitskonferenz nennt wäre zu hinterfragen. Mir fielen andere Bezeichnungen ein.

Die Lösung für die aufziehenden Probleme dieser Welt liegt nicht im nicht eitlen verteidigen der eigenen Pfründe und Privilegien. Sollte diese Welt eine Zukunft haben so liegt sie im friedlichen und in gewissen Bereichen kontrolliertem Handel, weil die Ressourcen nun mal unterschiedlich verteilt sind. Meine Wahrnehmung ist, dass China als Großmacht das schon begriffen hat.

Viel besser wäre eine komplette Aufhebung der nationalen Grenzen. Die ganze Welt als eine Republik.

Das wäre meine Utopie.

27.01.2018

Davos: Gipfeltreffen des Devotismus

Wer hätte denn schon erwartet dass vom Treffen des Wirtschaft- und Finanzkapitalismus in Davos Kritik an den herrschenden Verhältnisse ausgeht. Niemand konnte das. Wie allerdings dem amerikanischen Präsidenten der Hof gemacht wurde war geschmacklos.

Da sitzt der der deutsche Siemens CEO Jo Kaeser neben Trump und preist ohne Scham die seine Politik. Siemens werde, so Kaeser demnächt ein Turbinenwerk in Amerika bauen. Eine Milliarden Investition. Wie lange ist es eigentlich her, dass Kaeser erklärte er müsse tausende Arbeitsplätze in Deutschland abbauen weil das Geschäft mit Turbinen nicht mehr laufe?

22.09.2017

Verrückte Welt?

US Präsident Donald Trump spricht vor der UNO, dem Gremium dessen vornehmste und höchste Aufgabe die Bewahrung des Weltfriedens ist, von der totalen Vernichtung eines anderen Landes durch sein Land. Er stellt sich damit gleich mit dem ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, der an selber Stelle in ebenso in inakzeptabler Weise, Israel von der Landkarte tilgen wollte. Der Rethorik eines aus US Sicht Schurkenstaates, bedient sich Trump gerne. Wie weit ist er dabei selbst noch vom Schurken entfernt?

23.08.2017

Der ewige Krieg?

Wenn sich militärischer Erfolg nach 16 Jahren Krieg nicht einstellen will, dann ist Krieg wohl der falsche Weg. Diese Einsicht fehlt dem amerikanischen Präsidenten, aber auch seinen Verbündeten wie z. B. der deutschen Verteidigungsministerin. USA und NATO werden in Afghanistan  mehrheitlich als Besatzer und weniger als Befreier wahrgenommen. Der Abwurf von Megabomben und tödliche Drohnenangriffe auf Zivilisten stärken den Widerstand und spielen den radikal muslimischen Kräften im Land in die Karten. Freuen kann sich über diesen Krieg lediglich die Rüstungsindustrie.

13.08.2017

Alles Satire?

Was soll man vom mächtigsten Mann der der Welt noch halten, der, wohl unter den Folgen zunehmender Vergreisung leidend feststellt, dass die Nähe zu attraktiven jungen Frauen nicht mehr ausreicht dieses biologische Handicap zu kompensieren, sich als Penisverlängerung das Nuklearwaffen Arsenal seines Heimatlandes auserkoren hat. Alles Satire meinen Sie? Schön wenn es so wäre.

19.02.2017

Die Welt wird neu verhandelt.

Das ist eine Schlagzeile der westfälischen Nachrichten. Gelesen am 17.02.2017. Gemeint war damit die Münchener Sicherheitskonferenz. Bekanntlich treffen sich dort im noblen „Bayrischen Hof“ Verteidigungsminister, Militärchefs und Rüstungslobbyisten aus aller Welt. Der Name dieser Waffenmesse, die mit höchsten politischen Weihen versehen ist, soll über die Inhalte dieser „Konferenz“ hinweg täuschen.

Es geht nicht nicht um Sicherheit. Seit wann sorgen Waffen für Sicherheit. Waffen werden zum töten gebaut und entsprechend ihres Verwendungszwecks auch genutzt. Das Ergebnis soll dann Sicherheit sein?

In München geht es ums Geschäft. Ums militärische und politische. Wobei das Militärische an erster Stelle steht.

So sieh es also aus: die Welt wird neu verhandelt. Und das tun die Verteidigungsminister und Militärs der Supermächte und Superreichen. Es geht ausschließlich um Macht. Der Kitt, der Gesellschaften zusammenhält wird neu definiert. Es ist wohl nicht mehr die soziale Gerechtigkeit. Die Zahl der Flugzeugträger und Panzer definiert Werte.

Neu verhandelt? Nein hatten wir alles schon einmal.

09.02.2017

Neue Regeln

So geht das in einer Diktaur der Reichen. Wenn ich schon alles habe, mich kein Hochhaus mehr reizt. Eine weitere Yacht, oder ein zusätzlicher Learjet auch keine Herausforderung mehr ist. Was mache ich dann? Ich kaufe mir ein Präsidentenamt.

In der Ukraine funktionierte das ja schon prächtig.

Trump zündet die nächste Stufe und hat nun neues Spielzeug. Das Pentagon, Air Force one, jede Menge Flugzeugträger und natürlich auch diesen Koffer der Apokalypse.

Tja was man für Geld so alles kaufen kann.

22.01.2017

Zur Antrittsrede von Donald Trump

Reaktionär, nationalitisch mit deutlich faschistoidem Einschlag. So klingt ein Mann dessen einziges Interesse persönliche Macht ist. Die Menschen sind Figuren im Spiel, sonst nichts. Dass die versammelte rechtsradikale europäische Elite aus Konstanz ihm zujubelt, darüber darf man sich nicht wundern. Petry, Le Pen, Wilders und Co. sind aus dem gleichem Holz. Die Erste die Trump persönlich gratuliert ist im Übrigen Frau May aus Großbritannien. Darf auch nicht weiter wundern, denn in Europa gehen der Dame die Freunde aus.

Eine weitere Bemerkung, nicht ganz ohne Zynismus, aber auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil:  da Mr. President Trump Zugang zu wesentlich mehr als einen LKW Schlüssel hat, sollte   Innenminister De  Maizière den Mann schleunigst als „Gefährder“ einstufen.

21.01.2017

Empört über Trump?

Nun haltet mal die Luft an. Ihr lauthals und plakativ Empörten dieser Welt. Dieser Trump ist genau wie die Le Pens, die Orbans, die Petrys, die Höckes dieser Welt, euer eigenstes Produkt. Jahrzehnte lang habt ihr geschrieben, über den Segen eines sich frei und unreguliert entfaltenden Marktes. Habt den Haien der Finanzmärkte immer mehr Macht eingeräumt.

Die Sozialdemokratie hat nicht nur in Deutschland ihre eigenen Grundsätze verraten und wurde so selbst zum Spalter der Gesellschaft. Die Verstrickungen und die Unglaubwürdigkeit einer Hillary Clinton machten den Wahlsieg eines Trump möglich. Nun ist er da und die Welt jammert über ihr eigenes Versagen. Wie schrieb einst Schiller: „…die ich rief die Geister werd ich nun nicht wieder  los….“.

19.01.2017

Trump wird Präsident der USA

Aufgeregt bis empört diskutiert die politische und journalistische Nomenklatura die Amtseinführung des Donald Trump. Diese Aufregung wird sich legen. Trump verkörpert wie kein Anderer das Wesen einer kapitalistischen Gesellschaft. Dem Kapitalismus widersetzt sich fast niemand. Jedenfalls nicht die, die an den Hebeln oder Tastaturen der Macht sitzen.

06.01.2017

Berichterstattung über Russland

Ich bin ein ausdrücklcher Fan des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Der Sender WDR 5 hat seinen festen eingsertellten Platz auf der Scala meines Radios und läuft Vormittags ständig. Seit einiger Zeit fällt mir auf, dass die Berichterstattung über Russland nicht ausgewogen ist. Nun bin ich weit davon entfernt zu glauben, dass Russland ein Hort der Meinungsfreiheit und staatlich geförderter Demokratie ist, aber ebenso wenig glaube ich dem Bild, dass Medien in Deutschland zu zeichnen versuchen. Leider gehören auch die öffentlich rechtlichen Sender mittlerweile zu den ausschließlich Negativberichterstattern. Wenn es Verstöße gegen die Meinungsfreiheit gibt, was ja Menschenrecht ist, dann muss darüber berichtet werden. Allerdings im Kontext der russischen Gesetze.

Berichterstattung und Kommentar sind zweierlei. Leider verletzen Journalisten diesen Grundsatz immer häufiger. Im Bericht ist häufig der Kommentar bereits enthalten. Deshalb, politische Kommentare gerne, aber gesondert. Der Medienkonsument ist mündig genung sich eine eigene Meinung zu bilden. Oder soll er das etwa nicht.