Gesellschaft

11.03.2018

Der verschwiegene Krieg.

Was passiert eigentlich in Afrin?

Jeden Tag lesen wir Meldungen über den schrecklichen Bürgerkrieg in Syrien. In der Nähe der Hauptstadt Damaskus leiden die Menschen. Doch was geschieht eigentlich weiter im Norden des Landes? Afrin wird lt. Meldung der türkischen Armee belagert. Das scheint den Zeitungen und Fernsehsendern aber keine Meldung wert. Liegt es etwa daran das dieser Krieg von einem Mitglied der NATO geführt wird? Offensichtlich völkerrechtswidrig. Berichten deutsche Medien weniger intensiv wenn es um Kriege der Verbündeten geht? Wenn es so ist, dann wäre das tendenziöse Berichterstattung.

19.08.2017

Genug ist genug……

Es wird derzeit viel gestorben, gelitten und verletzt. Ausgelöst durch die Hand von Attentätern, die nichts anderes im Sinn haben bestehende Ordnungen auszuhöhlen, und in Frage zu stellen. Nicht nur westliche Demokratien sind die Angriffsziele. Schaut man genauer hin sind muslimische Länder sogar häufiger und massiver dem IS Terror ausgesetzt.

Her bei uns werden aus den schrecklichen Ereignissen wahre Nachrichten Events gemacht. Im Öffentlich Rechtlichen, wie im privaten Fernsehen werden rund um die Uhr dutzende „Experten“ präsentiert die dem Zuschauer ihre Erzählungen präsentieren. Diese Nachrichtenshows tragen zur Aufklärung und Verarbeitung der Ereignisse nichts bei. Für die Angehörigen der Opfer müssen sie schier unerträglich sein. Gnadenlose Reporter sind auf der Jagd nach Tränen, am Besten die einer Mutter oder eines Kindes. Hauptsache schrecklich. Das bringt die meiste Kohle.

Das Entsetzen des Terrors wird durch fortwährende Berichterstattung in jedes Wohnzimmer transportiert und pflanzt sich dort fort. Die unausweichlichen Kommentare der Experten tun ihr Übriges.

Natürlich muss berichtet werden über das was passiert. Die Nachricht über das was passiert ist und wer was getan hat sollte in de meisten Fällen aber reichen. Das Auswalzen des Themas in News Shows verstärkt das Entsetzen. Es passiert genau das was die Terroristen wollen. Die Rechnung geht auf.

17.05.2017

Das läuft auch ohne Sky.

Es wird ja wohl so kommen, dass der öffentlich finanzierte Sender ZDF aus der Live Übertragung der UEFA Champions League aussteigt. Und das ist gut so. Mit Sport hat der Profifußball ohnehin wenig zu tun. Der Fußball hat sich zu einem Milliarden schweren Geschäftsmodell, das den knallharten Regeln kapitalistischen wirtschaftens folgt. Die Handelsware ist der Mensch. Nicht nur in Person der Spieler. Sklaven wurden in der Geschichte selten so gut versorgt wie Profis. Finanziert wird der Milliardenreigen zum größten Teil über die Übertragungsrechte im Fernsehen. Nun also ist es soweit. Die Gier der UEFA gewaltigen ist unersättlich und so werden die Preise für Live Übertragungen gnadenlos in die Höhe getrieben. Das da ein öffentlich finanzierter Sender aussteigt, ist folgerichtig. Wer also künftig diesen sog. Sport weiter mit finanzieren will soll dafür auch zahlen. Mit Gebühren beim Pay TV. Es könnte ja sein, dass der Eine oder der Andere aussteigt und lieber auf´n Platz zu seinem örtlichen Verein geht. Da sieht er zwar nicht CR7 aber ehrlichen Sport.

15.05.2017

Nein ich bereue nichts.

Kürzlich meldete sich Uli Hoeneß zu Wort. Bitter beklagte er sich über das Unrecht, das ihm widerfahren sei. Das ginge ja gar nicht, ausgerechnet ihn in den Knast zu stecken. Er, der doch in selbstloser Manier 40 Millionen an Steuern nachgezahlt und darüber hinaus nochmals 18 Millionen aus der Privatschatulle berappt habe. Er sei ein Opfer.

Diese Zeilen zeigen, dass der Knast Herrn Hoeneß keinesfalls geläutert hat. Eher meint er, dass der Reiche sich durch Ablasszahlungen von seiner Schuld frei kaufen kann. Bemerkenswerte Ansichten im Luther Jahr.

Mag sein das Uli Hoeneß ein Opfer ist. Um das zu verstehen, sollte er aber sagen für wen er sich geopfert hat.

02.01.2017

Kritik an der Polizei berechtigt?

Vielleicht hatte Simone Peters sich andere Reaktionen erhofft, als sie die Polizei für ihr Vorgehen in der Silvesternacht 2016/17 kritisierte. Was sie sich dabei gedacht hat verrät sie ja nicht. Die Medaille hat zwei Seiten. Wollte Peters mit ihrem Kommentar auf einen noch vorhandenen grünen Rest an Auflehnung und Widerstand gegen das Etablissement hinweisen? Immerhin war das mal ein Markenkern ihrer Partei. Dann hat sie sich dafür den falschen Anlass ausgesucht. Kritisierten doch vor Jahresfrist gerade die Grünen heftigst die Polizei wegen ihres Versagens in der Silvesternacht 2015/16. Jetzt beugt die Polizei vor, hat wesentlich mehr Beamte im Einsatz und siehe da es bleibt ruhig. Also alles richtig gemacht? Ja, wäre da nicht die andere Seite der Medaille. Die sagt uns wachsam sein. Auch die Polizei ist anfällig gegen rechte Strömungen. Das war sie schon immer. Gerade in der Zeit des aufblühenden rechtspopulistischen Frühlings ist es wichtig darauf zu achten, was denn bei den Ordnungshütern so vorgeht. Sollte das die Petersche Motivation sein, dann ist ein Lob für ihren Mut angebracht.

Weitaus bedenklicher als der Zwischenruf der Grünen Parteivorsitzenden sind die Geier einiger Nachrichtensender und Blätter. Berlin ruhig. Köln friedlich. Das geht doch gar nicht.  „Es muss doch was zu finden sein“. Irgendwo und sei es auf dem Dorfplatz von St. Hinterwald ist doch etwas passiert was sich als „Bad News“ präsentieren lässt. Abgetrennte Finger wurden gefunden. Schlägereien hat es gegeben usw. Hauptsache die Grundstimmung bleibt und die heißt „Die Welt ist unsicher“.

Fazit: die Welt ist nicht unsicherer als sie es immer war. Die Dichte der Nachrichten lässt sie unsicher wirken. Es wird Zeit das der Medienkonsument sich emanzipiert. Die Nachrichten sagen: die Welt ist unsicher also sind wir unsicher. AfD und Co. sagen danke. Hochkonjuktur für Hetzer und Demagogen.

01.01.2017

Islamistischer Terror ohne Frage ein aktuelles Problem!

Sind wir in Deutschland wirklich in dem Maße von islamistischen Terror bedroht, wie es insbesondere Politiker von AfD und Union gerne erzählen? Ist Deutschland wirklich das primäre Ziel von Terroristen? Und, sind die Flüchtlinge an allem Schuld?

Fragen auf die es Antworten geben sollte.

Ganz bestimmt haben sich Terroristen Gedanken gemacht wie Aktivitäten in Deutschland durchzuführen sind. Vielleicht läuft ja gerade eine Planung. Wir wissen es nicht. Was wir wissen ist, dass in Brüssel, Paris, Nizza und Berlin schreckliche Dinge passiert sind.

Wir wissen aber auch, das der sogenannte islamistische Terror in den islamischen Ländern schlimmer wütet als in den Westlichen. Kaum ein Tag vergeht, in dem nicht in Pakistan, dem Jemen, dem Irak, in Tunesien oder auch in der Türkei eine Bombe hochgeht. Man zählt die Opfer kaum noch? Eine Meldung ist das ohnehin nur am Rande wert.

Gerne aber reden AfD und Unionspolitiker von der „Bedrohung des christlichen Abendlandes“ durch den Islam. Schaut man genauer hin, bedroht der islamistische Terror die eigenen Glaubensbrüder und Schwestern am meisten.

Doch mit der Angst lassen sich prima politische Geschäfte machen und das Treten nach unten und das Buckeln nach oben, war schon immer eine deutsche Tugend und hat durchaus Tradition in Deutschland. Also sind es die Flüchtlinge und der Islam, die an Allem Schuld sind.

Die Bomben auf Aleppo und Mossul werfen in der Regel Christen ab. Wen interessiert es schon? Egal schön einfach und griffig die Gleichung vom schuldigen Ausländer, oder der schuldigen anderen Religion und sie scheint wieder einmal aufzugehen. Schaut man sich derzeit die Wahlumfragen an, erkennt man die Profiteure der Terrorangst.  Angst war allerdings schon immer ein schlechter Ratgeber.